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Jeder, der sich schon einmal mit SEO auseinandergesetzt hat, kennt die Metadaten. Man sieht sie nicht direkt, jedoch sind sie trotzdem extrem wichtig. Von wo kommt beispielsweise das kleine Icon beim Browser oder wenn man die Webseite als Lesezeichen speichert?

 

Was du in diesem Bericht erfährst:

  • Wie du Metadaten zu deinem Vorteil verwenden kannst
  • Wie du Features von Metadaten und Structured Content verwenden kannst, die du noch nicht kanntest
  • Wie du Structured Content zu deinem Vorteil nutzen kannst, da dies noch nicht viele andere Seiten tun und du somit hervorstichst
metadata

In den Metadaten befinden sich viele wichtige Informationen über die Webseite und deren Inhalte, welche dann beispielsweise durch Suchmaschinen wie Google oder anderen Programmen ausgelesen werden. Anhand dieser Informationen können Suchmaschinen und Programme die Webseite einstufen und bestimmte Informationen wie Keywords, Beschreibungen oder Bilder abrufen. Metadata gehört zu Structured Data und ist nur ein Teil von vielen möglichen unsichtbaren Daten auf einer Webseite.

In diesem Bericht werde ich auf einige wichtige Metadaten und Structured Data eingehen.

 

Warum Keywords, Description & Title verwenden?

Dies sind wohl die geläufigsten Metadaten, die verwendet werden. Der Title im <title> Tag ist der Titel, welcher oben im Tab angezeigt wird. Google zieht aus dem Titel wichtige Keywords, um zu verstehen, um was es auf der Seite geht. Der Titel sollte maximal 524 Pixel lang sein, dies entspricht etwa 58 Zeichen. Diese Länge sollte man auf jeden Fall ausnutzen und darauf achten, dass die wichtigsten Keywords, um die es auf der Seite geht, im Titel vorkommen. Ebenfalls sollte dieser so aussagekräftig sein wie möglich. Wenn du den Titel liest, musst du direkt wissen, was dich auf der Seite erwartet, auch wenn du vorher noch nie auf der Seite warst. Generell gilt, umso relevanter die Informationen im Titel und auf der Seite für die User, umso besser wird die Seite auch von Google gerankt.

nextgeneration serp

Die Keywords waren früher extrem wichtig. Sie sind heute immer noch empfohlen, jedoch legt Google mehr Wert auf eine gute Meta-Description und sucht sich selbst relevante Keywords aus der Beschreibung.

SISTRIX hat ein gutes Tool, um die Vorschau für einen Titel und eine Beschreibung zu erstellen und die perfekte Länge dafür zu finden.

sistrix serp generator

Warum Icons & Bilder verwenden?

Das bekannteste Icon ist wohl das Favicon. Dies ist das kleine Bild, welches im Tab links vom Titel angezeigt wird.

Wenn man zum Beispiel einen Link per WhatsApp oder auf Twitter teilt, erscheint dabei meistens eine kleine Vorschau mit Titel, Text und Bild. Auch diese sogenannten «Open Graph Tags» kann man in den Metadaten setzen. Das Open Graph Protocol wurde erstmals 2010 von Facebook eingeführt und wird heute von vielen Plattformen unterstützt.

So sieht zum Beispiel ein Tweet aus, in dem linsenmax.ch erwähnt wird. Twitter ruft dann ein Bild, einen Titel und eine Beschreibung ab und erstellt eine kleine Vorschau.

linsenmax twitter

Folgende Open Graph Tags sind am meisten verbreitet:

  • og:title
    • Der Titel für die Vorschau. Maximal sollte dieser 95 Zeichen lang sein, 50 Zeichen sind aber optimal.
  • og:description
    • Die Beschreibung für die Vorschau, welche maximal 297 Zeichen lang sein sollte.
  • og:image
    • Das Vorschaubild, welches mindestens eine Grösse von 200 x 200 Pixeln haben sollte und optimalerweise ein Verhältnis von 1.91:1 hat.
  • og:type
    • Dies ist der Typ von dem Inhalt, also wenn es sich um eine normale Webseite handelt "website" oder bei einem Wissensbeitrag "article". Es gibt noch viele andere Typen.

 

Warum Hreflang-Tags verwenden?

Wenn eine Webseite in mehreren Sprachen existiert, dann muss auch Google wissen, dass es mehrere Sprachversionen gibt und welche das sind, um diese Ergebnisse optimal auszuliefern. Diese Information kann ebenfalls bei jeder Seite in den Metadaten mitgegeben werden – mit den Hreflang-Tags.

Ein Beispiel vom Baur au Lac Hotel sieht wie folgt aus:

	
	

<link rel="alternate" hreflang="de" href="https://www.bauraulac.ch/de/" />
<link rel="alternate" hreflang="fr" href="https://www.bauraulac.ch/fr/" />
<link rel="alternate" hreflang="en" href="https://www.bauraulac.ch/en/" />
<link rel="alternate" hreflang="zh" href="https://www.bauraulac.ch/zh/" />
<link rel="alternate" hreflang="ru" href="https://www.bauraulac.ch/ru/" />
<link rel="alternate" hreflang="x-default" href="https://www.bauraulac.ch/en/" />

Wie man erkennen kann, wird pro Sprache bzw. Land eine URL zu der entsprechenden Seite angegeben. Ebenfalls empfiehlt Google, einen x-default-Link hinzuzufügen. Dieser wird verwendet, wenn keine der verfügbaren Sprachen mit der Sprache des Users übereinstimmt.

Bei Linsenmax habe ich die Hreflang-Tags in folgenden Punkten verbessert:

  • Diese waren vorher als relativer Pfad anstatt als ganze URL angegeben. Also z.B. «/de/tageslinsen.html» anstatt «https://www.linsenmax.ch/de/tageslinsen.html». Google gibt vor, dass die Hreflang-Tags als ganze URL angegeben werden sollten.
  • Ebenfalls gab es in unseren Analysetools viele Warnungen, weil viele Hreflang-Verlinkungen inkorrekt waren. Nach meinen Untersuchungen stammten diese Warnung von den Ratgeber-Seiten auf Linsenmax. Da diese nur auf Deutsch existieren, dort aber trotzdem Hreflang-Tags zu französischen Seiten im Code waren, waren diese inkorrekt. Diesen Fehler habe ich nun behoben und die Hreflang-Tags sowie die Sprachauswahl auf der Seite wird nur angezeigt, wenn auch eine Seite in dieser Sprache existiert.

 

Warum FAQ-Snippets verwenden?

Die FAQ-Snippets gehören zu Structured Data und werden bisher nur von Google unterstützt. Seit geringerer Zeit fallen diese bei vielen Suchen auf, vor allem wenn man nach einer Frage sucht. Dies sieht so aus:

faq snippet beispeil

Um Google diese Daten zu liefern, muss man die Fragen und Antworten einfach im richtigen Schema Format per JSON-LD im Code einbinden. Ein Beispiel dazu:

	
	

<script type="application/ld+json">
{
  "@context": "https://schema.org",
  "@type": "FAQPage",
  "mainEntity": [{
     "@type": "Question",
     "name": "Was ist hier die Frage?",
     "acceptedAnswer": {
       "@type": "Answer",
       "text": "Dies wäre die Antwort zu der Frage. Hier kann man auch <b>fett<b> schreiben und andere HTML-Tags verwenden."
   }
}]
</script>

Es gibt aber auch FAQ-Snippets, die Google selbst aus dem Inhalt der Seite herauszieht, ohne dass man Structured Data liefert. Dies wird dann als «Nutzer fragten auch» angezeigt und kann nicht direkt vom Webseitenbetreiber beeinflusst werden, sondern wird durch den Google Algorithmus ausgesucht.

Warum Knowledge Graph verwenden?

Auch hier fällt man mit einem Knowledge Graph natürlich wieder auf. Im Gegensatz zu den FAQ-Snippets wird er jedoch nur bei Personen und Organisationen angezeigt. Der Knowledge Graph ist wie der Name sagt eine Zusammenstellung der wichtigsten Informationen über eine Person oder eine Organisation in den Google Suchergebnissen. Er wurde das erste Mal 2012 von Google zur Suche hinzugefügt, damals jedoch noch mit weniger Informationen. Der Knowledge Graph verwendet Quellen wie Wikipedia oder eben auch Structured Data von Webseiten.

knowledge graph

Wie bei allen Structured Data Informationen, denen man Google liefert, liegt die Entscheidung ob der Knowledge Graph dann auch wirklich angezeigt wird, immer noch beim Algorithmus von Google. Trotzdem kann man beispielsweise wie folgt Daten für den Knowledge Graph an Google liefern:

	
	

<script type="application/ld+json">
{
 "@context": "http://schema.org",
 "@type": "Organization",
 "url": "http://www.your-company-site.com",
 "logo": "http://www.example.com/logo.png",
 "sameAs": [
 "http://www.facebook.com/your-profile",
 "http://instagram.com/yourProfile",
 "http://www.linkedin.com/in/yourprofile",
 "http://plus.google.com/your_profile"
 ],
 "contactPoint": [{
"@type": "ContactPoint",
"telephone": "+1-877-453-1304",
"contactType": "technical support",
"contactOption": "TollFree",
"areaServed": [
 "US",
 "CA"
] }]
}
</script>

Valentin Spinnler, 30.07.2020